24.02.2012, 19.10 Einsatzübung CSA, Messen, Umfüllen - Fotos

3Für die Übung wurde ein typisches Gefahrgut-Szenario entwickelt und vorbereitet. In einem Betrieb,  der chemische Produkte herstellt - so die Annahme -  ist es zu einem Unfall gekommen. Ein Gefahrstoff (entzündbare Flüssigkeit, giftig, ätzend) ist ausgetreten. Die entzündliche, farblose, hygroskopische, rauchende Flüssigkeit hat einen stechenden Geruch. Das Gebäude sei im Innern komplett verraucht - ein Mitarbeiter des Betriebes werde vermisst. Der dreifache Brandschutz sei bereits durch die örtliche Feuerwehr gewährleistet.
ELW, TLF 16/25,TLF 24/50, LF 16/12, RW-K, GW-N, GW-M, GW-L rückten dazu an den Übungsort aus. Bei Eintreffen am Objekt teilten zwei Angestellte eines Industriebetriebes mit, dass eine unbekannte Flüssigkeit austrete und eine Person im hinteren Gebäude vermisst werde.

Der Einsatz wurde sodann unter Beachtung der GAMS-Regel abgearbeitet - Gefahrenbereich (50 m) abgesperrt, ein Trupp unter PA ging zur Personenrettung, ein weiterer mit CSA zur Lageerkundung vor.
Nach der Menschenrettung erfolgten Messungen unter PA mit Ex-Meter, PID und IMS. Es wurde der Stoff Diamid mit der UN-Nr. 2029 ermittelt. Ein weiterer CSA-Trupp versuchte, die lecke Leitung abzudichten - was auch im Wesentlichen gelang - und bereitete anschließend das Umpumpen eines Fasses im Gebäude vor. Ein dritter CSA-Trupp übernahm das Umfüllen. Der Überdrucklüfter des GW-Licht wurde in Stellung gebracht.
Der angestrebte Übungserfolg war damit erreicht.
Die Übung endete nach knapp zwei Stunden.