13.05.2006, 13:16 Uhr Einsatzübung Brand im Krankenhaus Cham

Nach Auslösung der Brandmeldeanlage im Krankenhaus Cham wurde  nach Alarmplan Stufe 3 alarmiert. Neben dem Löschzug der Chamer Feuerwehr mit VRW, TLF 16/25, DLK 23-12, LF 16/12, TLF 24/50, GW-Mess rückten weitere 13 alarmierte Feuerwehren sowie vier Drehleitern aus dem gesamten Landkreis Cham sowie zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes aus.
Eine erste Erkundung vor Ort zeigte Auslösung einer Meldergruppe im Kopfbau des Altbaus. Der erste vorgeschickte Trupp unter Atemschutz erkannte Rauch in drei Stationen. Der ärztliche Leiter ergänzte, dass 25 Patienten betroffen seien.
Daraufhin wurden binnen 10 Minuten aus den zahlreich eintreffenden Feuerwehren 15 Trupps unter Atemschutz mit dem Auftrag „Patienten in die rauchfreie Zone bringen“ vorgeschickt.
Weitere 30 Trupps ohne Atemschutz als Tragehelfer wurden in die rauchfreie Zone entsandt. Ihr Auftrag: „Patienten von Atemschutzträgern übernehmen, mit Hilfe von Rettungstüchern über das Treppenhaus zum Sammelpunkt Verletzte bringen".
 Durch die Einsatzzentrale wurde anhand des Einsatzplans der Verkehrsraum um das Krankenhaus weiträumig gesperrt und die Zufahrt unterbunden, die gesamten Straßen als Bereitstellungsraum der Feuerwehrfahrzeuge genutzt.
Alle 5 Drehleitern gingen um das Objekt herum in Stellung und leiterten an. Ein (Real-) Besucher des Krankenhauses entschloss sich kurzfristig, sich aus einem Patientenzimmer retten zu lassen.
Zwischendurch meldete das Krankenhauspersonal eine in Panik aus dem Fenster gesprungene Person, die von der Besatzung der Chamer Drehleiter gefunden und an den Rettungsdienst übergeben wurde.
Nachdem nach 35 Minuten die Rettung aller Patienten abgeschlossen war, wurde die Brandbekämpfung aufgenommen, der Brand gelöscht und das Treppenhaus entraucht.
Wie vorher vereinbart, lief der restliche Krankenhausbetrieb in der Zwischenzeit weiter. Ein ankommender Notfallpatient wurde durch den abgesperrten Bereitstellungsraum mit einem Feuerwehrfahrzeug mit Sondersignal zur Notaufnahme gebracht.
Nach 75 Minuten konnte Übungsende verkündet werden.