04.09.2009 17.30 Wasserförderung HFS 


Auf Einladung des Kreisfeuerwehrverbands Cham war der Landesverbandsausschuss des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, Vertreter des Bayerischen Innenministeriums sowie der stellvertretende Landrat Dankerl und die Chamer Bürgermeisterin Bucher an den Satzdorfer See gekommen, um dort eine von der Chamer Feuerwehr gemeinsam mit der Fa. Hytrans Fire Systems Lemmer NL vorbereitete Vorführung eines Wasserförderungssystems zu sehen. Dazu erschienen neben Feuerwehrführungskräften des Landkreises auch zahlreiche Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis.  Die Chamer Feuerwehr rückte mit KdoW, ELW, TLF 16/25, TLF 24/50, LF 16/12, VRW, GW-L an. Durch die Mannschaft des TLF 24/50 wurde bereits vor Beginn ab dem späteren Verteiler die Wasserabgabe vorbereitet. Vier B-Leitungen wurden mit dem Pumpeneingang des TLF 24/50 verbunden, zur Wasserabgabe der Dachmonitor einschließlich des B-Abgangs mit Hohlstrahlrohrs und zwei weitere tragbare Werfer vorgesehen. Über einen Abzweig hing ein weiterer Werfer direkt an der späteren Leitung.
Nach kurzen Grußworten erfolgte eine kurze  Einführung durch den Firmenvertreter: Ein Wechselladerfahrgestell befördert einen Abrollbehälter. Der Aufbau des Abrollbehälters ist längs zweigeteilt. Die eine Hälfte ist starr mit dem Abrollbehälter verbunden und beförderte bei der Vorführung  in Buchten gelagert 42 - bereits gekuppelte je 50 Meter lange - F-Schläuche (Durchmesser 160 mm). Die andere Hälfte ist in Gestalt eines Behälters auf Schienen gelagert und mobil. Es trägt das Pumpenaggregat nebst Tauchpumpe.  Das System entnimmt Wasser über den Pumpenkopf, drückt Wasser hydraulisch durch die Leitung und liefert es über 2000 Meter weit mit einer Pumpe.  Die Vorführung begann.

Der Abrollbehälter wurde abgekippt und liess das Pumpenmodul auf den Boden gleiten. Aus diesem Halbcontainer wurde der Pumpenkopf (Tauchpumpe) von 2 Mann auf Rollen zum 40 Meter entfernten Seeufer gezogen. Der erste Schlauch aus dem Behälter am Fahrzeug wurde an der Tauchpumpe angekuppelt, das Fahrzeug fuhr mit einer stattlichen Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h los. Die in Buchten gelegten Schläuche wurden dabei aus dem Schlauchbehälter gezogen, gleichzeitig startete die Wasserförderung. Nach drei Minuten war das Fahrzeug von seiner 2 km langen Rundfahrt rund um die Seestraße zurück, nach weiteren 5 Minuten war das Wasser an den Werfern. Eine Wassermenge von über 4500 l/min stand zur Verfügung. Nach kurzer Zeit der Besichtigung der laufenden Anordnung durch die Zuschauer erfolgte der Rückbau der Leitung - zeitgleich zu einem heftigen Regen, der sich zu einem regelrechtem Sturm auswuchs. Auf der linken vorderen Abrollbehälterseite wurde eine Vorrichtung ausgeklappt, die die Schläuche mechanisch abstreifte, auspresste und über Rollenantrieb wieder in den Schlauchbehälter beförderte. Zwei dem langsam fahrenden Fahrzeug vorausgehende Feuerwehrmänner entkuppelten alle 300 Meter die Leitung, um das Wasser auslaufen lassen zu können und damit die Aufnahme der Schläuche zu erleichtern. Zwei im Schlauchbehälter stehende Feuerwehrleute achteten dabei auf die ordentliche Schlauchablage. Nach Wiederaufnahme des Pumpenmoduls rückten die letzten Kräfte ein.