§ 7
Als Erkennungszeichen und zur Un­terscheidung von der städtischen Löschmannschaft tragen sämtliche Vereinsmitglieder bei Bränden, Übungen und Zusammenkünften graue Mützen mit einem roten Strei­fen und gelbem Feuerwehrabzeichen oder gelbe Helme. Auch wird gewär­tigt, dass mit der Zeit jedes Mitglied einen grauen Rock nebst grauen Beinkleide von ungebleichter Lein­wand aus eigenen Mitteln anschaffe.

§ 8
Jeder unbescholtene Mann oder Jüngling (nach zurückgelegtem 18. Lebensjahre) von entsprechender Körperbeschaffenheit, kann aktives Mitglied des Vereins werden und hat einen derartigen Wunsch schriftlich im Vereinslokale (z. Z. Strieker ­Frey-sches Haus auf dem Markt­platz über der Stiege) oder bei dem jeweiligen Vereinskommandant nie­derzulegen. Nach Umlauf von 14 Tagen, während welcher Zeit die Anmeldung am schwarzen Brette ausgehängt wird, entscheiden die in der betreffenden Wehrversamm­lung anwesenden Vereinsmitglieder durch einfache Stimmenmehrheit über die Aufnahme oder den Aus­schluß des Angemeldeten.

§ 9
Der Austritt aus dem Vereine steht jedem Mitgliede jederzeit frei, ist aber dem Vereinskommandanten vier Wochen vorher unter Angabe der Gründe, welche denselben ver­anlaßt haben, schriftlich anzuzei­gen.

§ 10
Jedes Mitglied ist verpflichtet, die Übungen und Wehrversammlungen, in welch letzterer vorwiegend dienst­liche Angelegenheiten besprochen werden, beizuwohnen, und hat sich von den Anschlägen am schwarzen Brette im Vereinslokale persönlich Kenntnis zu verschaffen, sowie im Falle vorhandener Zweifel über sel­bige Obliegenheiten vom Komman­danten Aufschluß erteilen zu lassen.

§ 11
Die Mittel zur Anschaffung der er­forderlichen Ausrüstungsgegenstän­de und Requisiten sollen durch frei­willige Beträge, welche an die Kasse gegen Quittung einzubezahlen sind, aufgebracht werden.
Alle Neuanschaffungen sowie die der Feuerwehr vom Stadtmagistrate Cham überlassenen Requisiten, für deren Instandhaltung die Requisi­tenmeister gewissenhaft zu sorgen haben, werden in einem Inventar verzeichnet.
Mit der Wahl des Vorstandes und Verwaltungsrates wird alljährlich die Ablage der Rechnungen verbun­den, welche nicht nur von jedem Mitgliede, sondern auch jedem, der einen Beitrag zu Feuerwehrzwecken im abgewichenen Jahre beisteuerte, eingesehen werden kann.

§ 12
Die aus Vereinsmittel angeschafften Requisiten und Ausrüstungsgegen­stände haben die Mitglieder von den Requisitenmeistern zu empfangen, denselben die richtige Aushändigung zu bescheinigen und bei dem Aus­tritte oder Entlassung aus dem Ver­ein in ordentlichem und gereinigtem Zustande wieder einzuliefern.

§ 13
Dienstvernachlässigungen bei den Übungen und Bränden ziehen das erste Mal eine mündliche Rüge, das zweite Mal einen schriftlichen Ver­weis, und das dritte Mal den Aus­schluß aus dem Vereine durch das Kommando allein nach sich, wäh­rend rohes und unmündliches Be­nehmen sofortige Entlassung nach Einvernehmen des Ehrengerichtes, welches aus sechs von dem Kom­mandanten des Vereins gewählten Vertrauensmänner besteht, zur Fol­ge hat.
Nicht nur erstere Strafen, sondern auch jene der Entlassung werden von dem Vereinskommandanten, der im Ehrengerichte den Vorsitz führt, ausgesprochen und nach Um­ständen der allgemeinen Versammlung zur Kenntnis sämtlicher Mit­glieder gebracht.