§ 14
Sämtliche Feuerwehrmitglieder ha­ben fortwährend derart in Bereit­schaft zu sein, daß sie sich auf das erste Alarmzeichen dem Vereine zur Verfügung stellen können. Die Anle­gung warmer Kleidung im Winter sowie zur Nachtzeit wird den Feuer­wehrmännern dringend empfohlen.
Die Mitglieder haben bei Brandfäl­len so lange Dienst zu leisten, als sol­che erforderlich sind und dürfen den Brandplatz nicht eher verlassen, bis vom Höchstkommandierenden das Zeichen zum Abmarsch gegeben ist.
Jedes Mitglied hat nur die ihm vom Kommando speziell angewiesenen oder durch die Formationseinteilung an und für sich übertragenen Arbei­ten wahrzunehmen.
Alle Arbeiten sind mit Ruhe und Be­sonnenheit auszuführen. Das be­drohte Eigentum sowie die Lösch­- und Rettungsrequisiten sind mög­lichst zu schonen.
Alles Rufen und Lärmen ist streng zu vermeiden. Nicht nur die Befehle des Vereinskommandanten, sondern auch die Anordnungen von seiten des Stellvertreters und aller Vorge­setzter sind unweigerlich und sofort auszuführen.
Anordnungen von seiten Unberufe­ner ist durchaus keine Folge zu ge­ben.
In Abwesenheit des Vereinskom­mandanten treten die von demselben bezeichneten Vertreter an dessen Stelle, und bei deren Abwesenheit die Führer.
Wenn kein Chargister anwesend ist, so übernimmt der Älteste im Dienste die Führung und behält solche bis zur Ankunft eines Chargisten.

§ 15
Die nicht stimmberechtigte Arbeits­mannschaft, welche für besondere und ausgezeichnete Dienstleistungen bezahlt werden soll, trägt aus Ver­einsmitteln anzuschaffende graue Mützen mit einem schwarzen Strei­fen und graue Röcke von unge­bleichter Leinwand. Die Werkleute, respektive Zimmerleute und Maue­rer erhalten gelbe Helme.

§ 16
Männer, welche sich für den Verein besonders interessieren, können demselben ohne Verpflichtung zur Arbeitsleistung als außerordentliche Mitglieder gegen einen an die Kasse zu bezahlenden monatlichen Beitrag von 12 Kreuzer beitreten, und ha­ben sich aus eigenen Mitteln graue Mützen mit grünen Streifen zu be­schaffen.
Die außerordentlichen Mitglieder haben beratende Stimmen, und das Recht, allen Versammlungen, Übungen und etwaigen Festen und Feierlichkeiten beizuwohnen.

§ 17
Gegenwärtige Statuten sind binnen Jahresfrist auf Grund der in diesem Geist gesammelten Erfahrungen vom Kommando unter Beiziehung des Verwaltungsrates einer gründ­lichen Revision zu unterstellen und nach dem Ergebnisse letzterer zu modifizieren.
Ebenso sind zum Januar 1866 unter Beiziehung sämtlicher Führer spe­zielle Dienstvorschriften zu entwer­fen, welche nach deren Annahme in einer deshalb zu haltenden General­versammlung, in der einfache Stim­menmehrheit entscheidet für sämtli­che aktive Mitglieder bindende Kraft haben.