06.03.2009, 19:00 Jahreshauptversammlung 2009

Rede des Kommandanten, gefolgt von weiteren Fachreferaten und internen sowie staatlichen Ehrungen

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Bucher,

verehrte Ehrengäste, meine sehr geehrten Herren Ehrenkommandanten und Ehrenmitglieder liebe Feuerwehrkameraden, verehrte Anwesende,
zu unserer Jahreshauptversammlung im 145. Jahr des Bestehens unserer Feuerwehr  - zu der Sie mit Schreiben der Feuerwehr Cham vom 03.02.2009 ordnungsgemäß geladen wurden - begrüße ich Sie Alle recht herzlich.
Ich heiße gleichfalls herzlich willkommen die Vertreter der beiden Chamer Tageszeitungen. Wegen anderer Verpflichtungen haben sich  entschuldigt Frau Zweite Bürgermeisterin Strohmeier-Heller Herr Dritter Bürgermeister Summerer Herr MdL Dr. Vetter Herr Stadtrat Blaha H. Stadtrat Kuchenreuter Um so mehr freue ich mich über unsere Gäste, von denen ich einige namentlich begrüsse Meine Bitte dabei an Sie: Sparen sie ihren Applaus bis zum Schluss und lassen sie ihn dann umso kräftiger los.
Ich freue mich und heiße herzlich willkommen erstmals in dieser Versammlung die oberste Feuerwehrfrau der Stadt Cham, unsere Chefin, Frau Bürgermeisterin Bucher. Frau Bucher, ich weiß, dass Sie Ihren persönlichn Terminplan kurz entschlossen umgedreht haben, um bei uns zu sein. Wir wissen dazu schätzen – herzlich willkommen.
Zur Zeit findet in der Stadt Cham eine weitere wichtige Versammlung auf Feuerwehrebene – der Kreisfeuerwehrjugend statt. Herr KBR, lieber Hans, ich danke Dir, dass Du trotzdem zu uns kommen konntest. Wir bringen das mit dem zweiten Termin hin. Herzlich willkommen verbunden mit dem Dank für lange Jahre freundschaftlicher Begleitung als Mitglied und ehemaliger Festleiter H. MdB Klaus Hofbauer. Herzlich willkommen den Herren Stadträten Daiminger, Lommer, Weindl. Es freut uns, dass Sie sich live von unserer Arbeit berichten lassen wollen und Anteil daran nehmen.
Ein besonders herzliches Willkommen entbiete ich unseren langjährigen Partnern im Einsatzdienst von der PI Cham Herr Haas vom BRK Cham Herr Daiminger vom THW OV Cham Herr Guggenberger
Gibt es zur heutigen Tagesordnung Anmerkungen, Änderungswünsche ? Ergänzungen ?
Totenehrung                            
Verehrte Anwesende, bevor wir in die heutige Tagesordnung einsteigen, bitte ich Sie, sich zu Ehren unserer verstorbenen Kameraden von Ihren Plätzen zu erheben.
Wir gedenken in dieser Minute all unserer verstorbenen Ehrenmitglieder, Kommandanten, Mitglieder
wir gedenken aber auch – wie alle Jahre - der Menschen, die von Unglücken und Katastrophen betroffen wurden, denen wir nicht mehr helfen konnten und auch derer, die trotz unserer Hilfe einen Verlust betrauern müssen.
 Sie haben sich zu Ehren unserer Toten von Ihren Plätzen erhoben – ich danke Ihnen.
Bericht des Kommandanten
Verehrte Anwesende, „keine Kommune schafft die Feuerwehr ab, weil es ein paar Tage nicht gebrannt hat“ (Zitat von Eckard Werthebach, früherer Präsident des Kölner Bundesamtes für Verfassungsschutz ) wird häufig zur Untermauerung der Notwendigkeit gebraucht. Das brauchen wir nun wahrlich nicht nachzuweisen, das dem so ist, ABER es bleibt dem Kommandanten alljährlich vorbehalten, die Erfüllung seiner Aufgaben Leitung der Einsätze, Beratung seiner Gemeinde in allen Fragen des Abwehrenden Brandschutzes und der THL z.B. bei Beschaffung vorzutragen, den Nachweis zu führen, dass Mannschaft und Gerät in den Einsatz gebracht wurden.
Ich darf mit Anerkennung festhalten, dass  die Stadt Cham dem Schutz der Bürger ihrer Stadt  gegen Brand und zur Technischer Hilfe ein hohes Mass an Wert beimisst und im Letzten Jahr getreu dem damaligen Brandschutzkonzept investiert hat und der Rüstwagen und das Mehrzweckboot ausgeliefert werden konnte. Ich freue mich auch Frau Bürgermeisterin, dass Sie zu Beginn Ihrer Amtszeit mit uns gemeinsam den neuen Feuerwehrbedarfsplan fachkundig diskutiert und dann mit dem Stadtrat beschlossen haben. Nachdem nach Beschlußfassung über den Haushalt der zwischen und besprochenen Nachfolgebeschaffung unseres GW-Nachschub nichts mehr im Wege steht, werde ich in den nächsten Tagen mit ein paar Feuerwehrkameraden den Ausschreibungstext erstellen und Ihnen zur Angebotseinholung zukommen lassen.
Doch nun zurück zum Jahr 2008:
Wir haben im letzten Jahr in besonders kräftigem Ausmass geübt. Unser Leiter Ausbildung wird darüber berichten. Wie alle Jahre erforderte unser kompletter Fuhrpark einen gewaltigen Arbeitsaufwand, den bravourös wie alle Jahre unser Mann für die Technik bewältigte. Er wird seine Leistungen anschliessend schildern. Unser Verein und seine Mitglieder waren aber auch im Vereinsbereich fleissig. Der Schriftführer und unser Kassier legen darüber Rechenschaft ab. Unser ABC-Zug besticht wie alljährlich durch seine Ergebnisse. Der zugführer wird die Highlights vortrgen.
Fast lautlos – aber für uns unübersehbar nahm die Integrierte Leitstelle in Regensburg ihren Betrieb auf, unsere Nachalarmierungsstelle mutiert künftig zur Abschnittführungsstelle. Die ILS arbeitet nun seit einigen Monaten – unspektakulär und im Rahmen der eingegebenen Planung effektiv. Wir werden – wie schon mehrfach angesprochen -unsere eigenen EMK noch ändern und ergänzen.
Erneut bekamen wir dieses Jahr einen äußerst präzisen Jahresbericht erstellt. Er wurde dieses Jahr in sehr umfangreich und optisch ansprechend von unseren Mitgliedern Klaus Neft und Andreas Kulig nach Zulieferung weiterer Beiträge zusammengestellt, von Fritz Seidl nach Druck zusammensortiert und komplettiert. Den Fachredakteuren, die mitwirkten, den beiden Chefredakteuren und Dir Fritz herzlichen Dank. Sie bekommen anschliessend Ihr Exemplar hier vorne ausgehändigt.
Doch nun zu „Mannschaft und Gerät“

Personal

Stand zum 31.12.2008:    63 Aktive
davon Feuerwehranwärter        2 Feuerwehrmann            20 Oberfeuerwehrmann      4 Hauptfeuerwehrmann   23 Löschmeister                  4 Oberlöschmeister           5 Brandmeister                  1 Oberbrandmeister          3 Hauptbrandmeister         1

Jeder von ihnen leistete durchschnittlich  60 Stunden bei insgesamt 199 Einsätzen in den Bereichen Brand THL Sicherheitswachen Fehlalarmen sowie weitere 60 Stunden für Ausbildung und Übungseinheiten.
Gerät 11 Einsatzfahrzeuge, 1 privat betriebenes Kommandofahrzeug, 6 Anhänger mit Spezialgerät helfen bei Brand und THL die  Not der Betroffenen zu lindern und Probleme zu lösen. Ihre Notwendigkeit mögen sie darus erkennen, dass im Durchschnitt jedes unserer Fahrzeug 80 mal im Einsatzdienst unterwegs war.
Art der Alarmierung
Wir halten mehrere Kleinalarmschleifen und einige Spezialverwendungen vor. Insgesamt 57 Alarme für diese Schleifen. und 77 mal Vollalarm wurde ausgelöst.
Unsere dabei erzielten    Ergebnisse – die Anzahl unserer gesamten Dienste zeigt die Folie
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, ich bin stolz, Ihnen auch dieses Jahr melden zu können: Es ist ausreichend Mannschaft zur Erfüllung unserer Aufgaben vorhanden. Es konnte personell jeder Auftrag erledigt werden. Wir sind alarmsicher zu jeder Tages-und Nachtzeit. Wir haben umfassendes Gerät zur Verfügung, das wir beherrschen,aber auch brauchen. Wir haben unseren Auftrag in vollem Umfang erfüllt. Ich bin froh drüber, dass es uns auch letztes Jahr gelang, ohne Schäden das Jahr zu benden.
Ein paar Worte zu Neuanschaffungen: Letztes Jahr wurde der Rüstwagen RW-K ausgeliefert. Wir haben ihn mit Leibeskräften mit einem gigantischn Stundenaufwand beübt – die Kranführer taten dazu in eiteres mit dem Lastkran. Dasselbe gilt für unsere Bootsfahrer, die das neue MZ in ihre Ausbildung aufnahmen. Ausblick 2009 GW-N Die Stadt Cham hat sehr vorausschauend und verantwortungsvoll vor mittlerweile vielen Jahren in unserer Wache eine Brandmeldeanlage installiert. Mittlerweile ist seit mehreren Jahren eine zweite Wache dazu gekonmmen, die in sich auch hohe Werte beherbergt. Sie ist derzeit noch ungeschützt.

Verehrte Anwesende,

auch zukünftig werden wir uns stets auf Einsätze einrichten und darauf vorbereitet sein müssen. Denn – so ein weiteres Zitat – „es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss.  Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.“ (Oberverwaltungsgericht Münster, 10 A 363/86 vom 11.12.1987)
Verehrte Anwesende , Sie sind es seit Jahren gewohnt, dass ich meinen Bericht mit dem speziellen Dank an Einzelne und dem Sammeldank an Alle schliesse. Das tue ich diesmal nicht. Ich versuche unsere vielmehr mit einer Pyramide zu vergleichen - ein machtvolles Bauwerk aus zahlreichen Steinen Der Stein, der die Pyramide krönt, ist nur einer von Vielen. Zwar ist er ganz oben, aber nur so lange, wie die unteren Steine vorhanden sind und ihn tragen. Jeder Stein in jeder Lage ist wichtig für die gesamte Stabilität. Es ist daher müssig, zu diskutieren, welcher Stein einer Pyramide der wichtigste sei – denn nur sie alle bilden ein Ganzes. Ich sehe unsere Feuerwehr genau so. Wir sind eine kraftvolle und umgemein effektive Organisation, die auch im letzten Jahr gewaltige Ergebnisse erbrachte. Jeder von Euch darf sich daran mit gleichem Recht erfreuen und für sich stolz sein, dass er mit seinem Wollen, seiner Kraft und seiner Motivation daran beteiligt war.
Da die meisten Bürger der Stadt Cham - für die wir tätig sind - heute nicht da sind, trete ich zum Schluss an ihre Stelle und sagen Euch allen Dank für das, was Ihr für sie und Eure Stadt getan habt.
Ich danke Euch