Im Verlauf des August 2002 rückt die Chamer Feuerwehr 383 Mal aus:
2 Brände, 360 Technische Hilfen, 3 Fehlalarme, 8 Sicherheitswachen.

Einsatzzahl: jahreszeitlich überdurchschnittlich

Ein Brand eines TV-Geräts im Altenheim endet glimpflich, ein Blitzschlag an einem Sonntagnachmittag in einem Bauernhof führt zum Abbrand der Scheune.

Mitte des Monats wird die Stadt vom größten Hochwasser seit Beginn der Aufschreibung heimgesucht. Der Pegel des Regens übersteigt mühelos frühere Höchststände, bleibt bei 311 cm stehen und beschert selbst bisher vom Hochwasser verschonten Stadtbereichen massive Überflutung. Zeitweise 450 Feuerwehrleute von 40 Feuerwehren, 50 Mann aus mehreren Ortsverbänden des THW und 200 Soldaten der Bundeswehr bewältigen in einem 66 stündigen Dauereinsatz das Hochwasser. Als Folge sind in der Zeit danach 5 Ölsperren in den Fluss Regen einzuziehen, da aus Kanälen immer wieder Öl eintritt.

Vier nächtliche schwere Verkehrsunfälle – bei drei davon setzt die Feuerwehr den Rettungsspreizer zur Personenrettung ein, bei einem ist das Fahrzeug nicht einmal zugelassen – erfordern technische Hilfe aller Art und Ausleuchtung für den jeweils anfliegenden Rettungshubschrauber.

Zum Monatsende bricht ein heftiges Unwetter über eine Nachbargemeinde herein und beschert erneut massive Überflutungen und erfordert technische Hilfe durch Feuerwehren.

Kurios schließlich eine Tierrettung: Bei Malerarbeiten an einer Bank fühlt sich der Maler von einer Spinne großen Ausmaßes, die er versehentlich übermalte und die nach ihn Flüssigkeit versprühte, bedroht. Alle Vorkehrungen werden getroffen – auch für die spätere Unterbringung. Bei der Bergung wird schließlich die vermeintliche Vogelspinne als Fledermaus erkannt. Das Monat bringt weitere kleine Hilfeleistungen, Türöffnungen, Ölspuren.
Drei Alarme sind fehl, in einem Fall ein Irrtum des Meldenden (vermeintlicher LKW-Brand).
Vier Veranstaltungen werden durch Sicherheitswachen abgesichert.