Im Verlauf des August 2003 rückt die Chamer Feuerwehr 54 Mal aus:
15 Brandeinsätze, 29 Technische Hilfen, 1 Fehlalarm, 9 Sicherheitswache.
Einsatzzahl: jahreszeitlich überdurchschnittlich

Das einsatzstärkste Monat beginnt mit einem Großbrand in einem Asylbewerberheim in einer Nachbargemeinde. Bei Eintreffen der Feuerwehr stehen mehrere Räume an verschiedenen Stellen des Hauses in Vollbrand. Mehrere Trupps unter PA dringen in das Gebäude ein, um nach noch vermissten Personen zu suchen und die Brandbekämpfung von innen her zu starten. Dank der Wärmebildkamera, welche hierbei wieder einmal wertvolle Dienste leistet - sowohl bei der Suche nach Glutnestern als auch bei der Personensuche - kann schon nach kurzer Zeit bestätigt werden, dass sich niemand mehr in dem Gebäude befindet. Die Brandfahnder forderen am darauffolgenden Tag den GW Mess (Cham 96/1) mit seinen Messeinrichtungen zum Aufspüren eventueller Brandbeschleuniger an.
Der extrem heiße, trockene Sommer bringt viele Flächenbrände mit sich.
An einem Sonntagmittag entdeckt die Besatzung eines BGS Hubschraubers einen Waldbrand im unwegsamen Gelände des Pfahls in einer Nachbargemeinde. Einem Großaufgebot an Feuerwehren und mehreren Landwirten mit ihren Güllefässern ist es zu verdanken, dass das Feuer im extrem trockenen Waldboden schnell unter Kontrolle gebracht werden kann.
Zu einem weiteren Großbrand wird der Chamer Löschzug auf einen Schrottplatz an der Bundesstraße gerufen. Beim Eintreffen der Feuerwehren steht ein riesiger Berg mit Altautos lichterloh in Flammen. Nur durch den massiven Einsatz von Schaum und Wasser kann der Brand eingedämmt werden. Um den Schrottberg wieder auf normal Temperatur bringen zu können, ist noch stundenlanges Kühlen mit Wasser erforderlich.
Nach einem heftigen Unwetter wird die Chamer Feuerwehr zu einem Schuppenbrand nach Blitzschlag alarmiert, der sich als Brand einer Vogelvoliere herausstellt und schnell gelöscht werden kann.
Ein Zimmerbrand in einem Stadtteil kann ebenfalls schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Ein schwerer Verkehrsunfall in einem Chamer Stadtteil fordert Mannschaft und sämtliches Technisches Gerät des Rüstzuges. Ein Pkw-Fahrer verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er schleudert durch ein Maisfeld und durchbricht anschließend die Rückwand einer Garage. Während sich die beiden Mitinsassen fast unverletzt aus dem Pkw befreien können, verstirbt der Fahrer noch während der Rettungsarbeiten an der Unfallstelle. Aufgabe der Feuerwehr ist es, zunächst das einsturzgefährdete Gebäude zu sichern und den Toten zu bergen.

Quer über das Monat verteilt werden außerdem einige Sicherheitswachen und mehrere kleinere Technische Hilfeleistungen wie Insekteneinsätze und Wohnungsöffnungen geleistet.