17.10.2009, 17.36 Schwerer Verkehrsunfall B20 Reisach - Fotos

 Schwerer Verkehrsunfall B20 Reisach Nach einem gemeldeten schweren Verkehrsunfall alarmiert die ILS die Feuerwehren Sattelpeilnstein, Sattelbogen und die Chamer Feuerwehr. Von der Wache Cham sowie nach Herauslösung aus einer anderen Einsatzstelle rücken KdoW, ELW, VRW, LF 16/12, RW-K, GW-D mit VSA  aus.
Am Einsatzort werden zwei verunfallte PKW vorgefunden. Schwerer Verkehrsunfall B20 ReisachEin PKW liegt kopfüber unterhalb einer Böschung. Eine Person sitzt vor dem Fahrzeug, eine weitere wird aus dem Fahrzeug befreit. Der zweite PKW steht auf der Straße. In ihm saßen fünf Personen - eine auf dem Rücksitz sitzende Person konnte sich bereits über die geborstene Heckscheibe selbst retten. Durch den Aufprall wurde die Beifahrertür kräftig nach innen gedrückt. Durch den zumindest kurzfristig erzeugten Spalt hat sich ein Teil des Beins des hinteren Beifahrers geschoben und ist von außen sichtbar wieder massiv festgeklemmt. Die neben ihm sitzende Beifahrerin ist mit den Beinen teilweise unter ihn geschoben worden.Von vorne ist die Lehne des Sitzes zurückgedrückt. Alle vier Personen sind eingeklemmt. Es wird zunächst zeitgleich mit zwei Spreizern beidseits zu arbeiten begonnen.  Der Fahrer ist als erste Person frei. Der Notarzt stellt danach den Tod der neben ihm vorne sitzenden Beifahrerin fest. Die Befreiung der beiden Personen auf dem Rücksitz erfordert massivsten technischen Einsatz. Das hydraulische Gerät von drei weiteren Einsatzfahrzeugen wird bereit gestellt. Mehrere Rüsthölzer aus dem RW-K werden zudem als Hilfskonstruktion außen genutzt. An der Tür, am Fahrzeug, an der Sitzlehne werden zeitgleich drei Spreizer mit Ketten, zeitweise zusätzlich ein Rettungszylinder eingesetzt. Die Rettungskräfte haben zweierlei zu bedenken: Zum Einen die möglichst schmerzarme Befreiung, zum Anderen den am Einklemmort sehr beengten Platz.
Schwerer Verkehrsunfall B20 Reisach Der GW-D mit VSA sowie zwei alarmierte Feuerwehren des Nachbarlandkreises erstellen eine großräumige Umleitung, drei Rettungshubschrauber gehen zur Landung. Ein Großaufgebot des Rettungsdienstes ist zusätzlich am Einsatzort. Bei einbrechender Dunkelheit fordert der Einsatzleiter den GW-L nach und ordnet für den GW-N Wachbereitschaft an.
Nach aufwendiger und zeitraubender, schonender Arbeit werden beide Personen auf dem Rücksitz befreit, die Tote geborgen. Die gesamte Rettungsarbeit ist nach fast zwei Stunden abgeschlossen. Der GW-N wird nachgeordert.
Die Staatsanwaltschaft ordnet die Hinzuziehung eines Sachverständigen an, mehrere Abschleppunternehmen erscheinen an der Einsatzstelle. Die meisten Einsatzkräfte verlassen die Einsatzstelle nach 2,5 Stunden, die letzten Kräfte rücken nach 6 Stunden ein.